Facebook: Das gefällt mir nicht!

facebook gefällt mir nicht

Facebook fand ich schon immer ziemlich nervig, dachte mir aber, dass ich da ja nicht mitmachen muss und habe es für eine geglaubt, der Wirkungskreis von Facebook beschränkt sich auf die Mitglieder von Facebook und deren Seiten. In letzter Zeit tauchten dann auch auf blogs “Das gefällt mir” Knöpfe auf. Muss ich ja nicht drücken, dachte ich.

Durch einen Artikel in der aktuellen c’t (11/2010) bin ich nun darauf aufmerksam geworden, dass durch die Art der Implementierung dieser Knöpfe als iFrame Facebook schon mit dem Sammeln von Informationen loslegen kann, wenn eine Seite mit solch einem Knopf auch nur aufgerufen wird, weil der Inhalt der iFrames ja von den Facebook Servern kommen. Muss wohl nicht weiter erwähnt werden, dass auch Cookie Daten an Facebook übertragen werden.

Es reicht also leider nicht, das ganze “Gefällt mir” Gedöns zu ignorieren. Ich habe getan was ich schon lange hätte tun sollen:

  • Das Adblock Add-On für Firebox installiert
  • ABP-> Einstellungen geöfnet
  • “Filter hinzufügen” ausgewählt
  • Im Textfeld die Adresse  http://www.facebook.com/plugins/like.php eingetragen
  • und OK geklickt.

Damit werde ich dann wohl leider facebook nicht mehr mitteilen können, was ich mag.

Matt McKeon hat hier [Link] recht anschaulich gezeigt, in welchem Umfang von Facebook gespeicherte Informationen und ihre Verbreitung über die letzten Jahre hinweg zugenommen haben.

Google wird ja wegen seine Sammelwut ja häufig kritisiert. Im Gegensatz zu Google verspricht Facebook nicht einmal, die gesammelten Daten nicht mit anderen Diensten zu verknüpfen oder sie nicht weiterzugeben. In der Zwischenzeit werden zumindest in den USA die Seiten von facebook.com häufiger als die von google.com aufgerufen. Da passt dann auch dass Microsofts docs.com mit Facebook kooperiert …

Ich werde meinen Facebook account nicht löschen, aber mit Informationen, die ich dort freiwillig hinterlasse, äusserst sparsam sein.

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