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Bilder sortieren in Aperture – kann auch Spaß machen

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Das Importieren von 500 Bildern in eine Bibliothek, sei es Aperture, Lightroom oder iPhoto führt in der Regel zu 500 weiteren Bildern in der Bibliothek. Ich schaffe es dann ab und zu, einige davon zu bewerten und einige zu löschen. Der Rest liegt einfach rum.

Mein Ziel war es nach dem Import schnell diejenigen Bilder auszusortieren, die ich sowieso nie wieder sehen will. Dafür habe ich mir in Aperture einen Workflow eingerichtet und weil er gut funktioniert, beschreibe ich ihn hier mal.

Vorbereitung: Tastatur umbiegen

Damit man mit möglichst wenig Tastendrücken durch die importierten Bilder kommt, habe ich mir die Tasten + und - neu belegt.

Die + Taste ist mit „Wertung erhöhen und zum nächsten Bild springen“ belegt, die – Taste entsprechend mit “Wertung verringern und …“

Die Tasten + und – liegen günstig, sodass ich beim Power-Soertiren den Handballen rechts neben dem Trackpad abgelegt, den Daumen über der + und den Zeigefinger über der – halte und kann nur durch Drücken der beiden Tasten mich durch die Bilder arbeiten und sie sortieren. Minimalste Bewegungen für schnellste Ergebnisse :- )

Das Belegen der Tasten ist eine einmalige Sache und die Konfiguration kann man unter einem eigenen Namen Speichen und so auch schell zwichen dem Standard und der eigenen Konfiguration wechseln. Beim Starten von Aperture wird automatisch die Konfiguration geladen, die zuvor benutzt wurde.

Schnelle Vorschau

Damit der Wechsel zwichen den Bildern schneller geht, beschränke ich mich auf die Vorschaubilder – auswählen kann man das über den Knopf mit dem Symbol das aussieht, wie ein Foto mit Wusch – Effekt oder über die Taste P. Ist die Schnelle Vorschau aktiviert, ist das Symbol wie hier gelb markiert. Ne feine Sache, die besonders bei Raw-Bildern viel Zeit spart.

1. Schritt: Löschen

Ok, nicht gleich Löschen. Ich bin ein Feigling, also Aussortieren und dann Löschen.

In der Ansicht wähle ich den Filter „Bilder ohne Wertung“. (über das Menü oder CTRL-7). Damit werden dann sowohl die abgelehnten Bilder als auch die mit Stern ausgeblendet.

Jetzt gehe ich jedes Bild einmal durch und vergebe entweder ein + oder –. Die Bilder sind damit dann basierend auf ihrer Ausgangswertung “Ohne Wertung” entweder abgelernt oder mit einem Stern bewertet.

Ich schaue sie mir im Vollbildmodus kurz (wirklich nur kurz!) an und wenn mich ein Bild irgendwie anmacht bekommt es das +, sonst das -.

Sobald die Taste gedrückt ist, wird das nächste Bild angezeigt.

Hier gilt es eigentlich nur schnell zu sein und wenn man es ein paar mal macht, schafft man so knapp 100 Bilder/Minute, im Schnitt sind danach 2/3 der Bilder abgelehnt.

Ok und jetzt werden alle abgelehnten Bilder gelöscht:

  • STRG-8 zeigt nur die abgelehnten Bilder an
  • CMD-A wählt alle Bilder aus, CMD-Backspace löscht sie
    Wer will, kann sie sich ja noch mal vor dem Löschen anschauen
  • Ok, sie sind jetzt im Papierkorb und noch nicht ganz weg. Vor dem Leeren des Papierkorbes schaue ich immer,dass TimeMachine ein Backup gemacht hat …

2. Schritt:  Nachlese

In dieser Runde schaue ich mir die Bilder etwas genauer an und vergebe dabei wieder + und -. Die Bilder haben danach also 2 Sterne oder gar keinen. Die Bilder ohne Stern werden anschließend auch wieder gelöscht und 2 Sterne heißt bei mir:  Da kann noch was draus werden. 3 oder mehr Sterne bekommen die Bilder eigentlich nur nachdem ich sie bearbeitet habe.

3. Schritt: Sortieren

Nach zwei Runden Aussortieren sind vielleicht noch 10% der übertragenen Bilde übrig geblieben. Die werden jetzt mit Keywords versehen und  in Alben verschoben. Danach geht’s dann ans Bearbeiten und evtl ans Hochladen zu flickr, 500px etc.

 

Und wieso macht das Spaß?

Ganz einfach: Es tut einfach gut wenn man die Bibliothek auf die Bilder reduziert hat, die einem etwas bedeuten. Der Spass kommt eigentlich eher daher, dass das nicht mühevoll (wie früher) geschieht.

Irgendwann komme ich dann hoffentlich dahin, dass ich nur noch dann auslöse,wenn ein Bild beim Bewerten auch gleich ein+ bekommt, aber das ist ein anderes Thema und zumindest für mich noch ein weiter Weg. Raw-Dateien von 24MB könnten das allerdings auch beschleunigen…

 

Nachtrag:

Anfangs hatte ich mich übrigens daz verleiten lassen,während des Sortieren mal schnell einen Crop oder anderen Weissabgleich für ein Bild auszuprobieren. In Ausnahmefällen mache ich das auch noch, es stört aber den Workflow und verlangsamt das Aussortieren deutlich.

Früher haben wir auch den Film entwickelt, die Negative aufgehängt und dann an der Leine das eine (!) Bild herausgesucht, für das wir uns dann einen Abend Zeit für die Ausbelichtung auf Papier genommen haben, oder?

3 Kommentare

  1. Danke für die tollen Tipps. Mein Workflow wir nun entsprechend angepasst. Perfekt.

  2. seraflilly sagt

    Danke für die Anleitung! Hilft mir sehr!

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