Aus dem Urlaub ohne Souvenir nach Hause kommen, das geht nicht. Ich hab mir meins in der Tate Gallery besorgt. Ein Buch: „The Rules Of Photography And When To Break Them“ von Haje Jan Kamps hat mich auf dem Büchertisch einfach angesprungen, ich habe kurz durchgeblättert und war sofort verliebt. Die ersten 30-40 Seiten hatte ich übersprngen und in der Mitte angefangen, wo der Autor auf herrliche Weise die üblichen Regeln (und eine ganze Menge Rgeln, die bei mir höchstens im Unterbewusstsein abgelegt waren) und ihre Sinnhaftigkeit erklärt um sie im nächsten Kapitel zu demontieren. Das ganze ist wunderbaren Bildern unterlegt, die jeden Zweifel an den jeweiligen Aussagen verstummen lassen.

Die ersten Kapitel erkären Grundlagen, wie Blende, Iso und Weissabgleich und machen das Buch nicht nur für Vollprofis, wie mich interessant, sondern auch für Anfänger und vor allem wenig Technik-affine Fotografen. Meine Freundin hat nach genauso kurzem Durchblättern gemeint, dass das ja wohl auch etwas für sie sei! Ich kann mich nicht erinnern, dass sie jemals in ein Fotobuch geschaut, wenn es kein Bildband war. Die Bedienungsanleitungen zu ihren Kameras hat sie nicht einmal in die Hand genommen.

Das Buch ist kurzweilig, extrem informativ und die Bilder alleine reichen schon, um einen tollen Bildband draus zu machen – ok, ohne Text sind die Bilder vielleicht doch etwas zusammenhanglos 🙂
Bei dem Preis von 24 EUR musste ich dann wirklich nicht lange überlegen. Guter Wein wäre auch ein Souvenir, das ich mir vorstellen könnte, aber ich war ja in London und nicht in Bordeaux. Und englisches Bier mit nach Haus zu bringen stand nicht ensthaft zur Wahl.

Ach übrigens: Für eine Regel hatte der Autor keine Ausnahme: „Always have a Backup!“

Uneingeschränkte Empfehlung und daher hier der Link zum Buch bei Amazon: The Rules Of Photography And When To Break Them
Ach ja: Alles auf englisch, but who cares?