Aperture X oder Aperture 4? Lightroom 4 !

Meine Bilder landen in einer Bibliothek, die ich  AP3_2012 genannte hatte.

Um es kurz zu machen, es wird keine AP3_2013 geben. Sondern eine LR4_2013.

Es gibt zwar gerade wieder neue Gerüchte um eine Aperture X Buch, das im März herauskommen soll, aber warten werde ich auf ein Aperture 4  nicht mehr.

Das Handling und die Verwaltung von Bildern geht zwar mit Aperture viel besser als mit Lightroom, aber bei der Bearbeitung von Bildern punktet Lightroom zu deutlich.

Die  besehenden Aperture Bibliotheken erst mal nicht umstellen. Das geht zwar recht einfach, wenn man es vorbereitet, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich wieder zu Aperture wechseln, wenn Apple doch eine neue Version heraus bringt.

Anfang 2012 hatte ich schon einmal einen Schritt ins Lightroom-Lager unternommen, es dann aber wieder sein lassen, eigentlich aus zwei Gründen: Das für mich furchtbare Handling von Lightroom (man merkt einfach zu deutlich, dass es auch für Windoze-Anwender geschrieben ist) und die Tatsache, dass die Plugins von Nik-Software nur mit Aperture, aber nicht mit Lightroom liefen.  Da hatte ich mich zwar schon mal drüber aufgeregt, vor allem, weil die Lizenzen, die man im US-Store von Nik erwirbt, billiger sind und für Aperture und Lightroom gelten. Der deutsche Support meinte nur, mit einem Update auf die nächste Version könnte ich mich ja für die Lightroom-Version entscheiden. Nein, Danke!

Meine Geduld mit Apple ist aber auch nur begrenzt, und ich werde nun die LR-Bibliothek für das kommende Jahr anlegen.

Der Wechsel von Aperture nach Lightroom und zurück ist jedenfalls für mich nichts Neues und gar nicht so übel aufwendig, wenn man seine Bibliotheken entsprechend organisiert. Mit der Masse an Bildern ist es aber schon etwas, das überlegt sein will. Hier ein paar Tips für Wechselwillige:

  • Housekeeping first. Zuerst die alte Bibliothek noch mal durchgehen und aufräumen. Mit Abstand lässt sich bestimmt einiges entsorgen.
  • Metadaten wie Sterne und Schlagworte können mit übertragen werden. Bilder in Alben gebe ich dann vor dem Export den Namen des Albums als Schlagwort mit.
  • Ich exportiere die Original Raws. Bearbeitete Versionen der Bilder lasse ich mir in einem Smart-Album anzeigen und entscheide, ob ich sie als JPEG mit übertragen will.
  • Die Gesichter-Funktion kennt Lightroom nicht. Also die Namen als Schlagworte mitgeben.
  • Nach dem Export aus Aperture und dem Import in LR lösche ich die Bilder in der Aperture Bibliothek.
  • Uffbasse bei den Fotobüchern! Die Bilder die hierzu gehören nicht löschen! Fotobücher zumindest als PDF sichern, wen man die Bibliothek gar nicht mehr nutzen will.
Ich werde jedenfalls am Ende vom nächsten Jahr entscheiden, ob ich die LR4_2013 wieder in eine APX_2013 konvertiere oder alle Bilder aus Aperture Bibliotheken in Lighroom importiere.
Aperture werde ich bis dahin weiter nutzen:
  • Fotobücher erstellen – das geht zwar nun auch mit Lightroom, aber Aperture hat viel mehr Vorlagen. Dieses Weihnachten hatte ich 5 Bücher unter den Weihnachtsbaum gelegt, ohne Aperture hätte das nur halb so viel Spass gemacht und die Ergebnisse wären wohl auch nicht so gut geworden. Ich drucke übrigends nicht über Apple sondern photographerbook. Günstiger und bessere Qualität.
  • icloud Fotostreams erstellen und verwalten. Wie das funktionieren könnte, hab ich aber noch nicht so raus. Ich werde mal versuchen eine Lösung mit Aperture Hot Folder zu basteln.
  • Ab und zu mal Nik Silver Efex aufrufen.

 

Author: elfpunkt

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1 Kommentar

  1. Nach fast 20 Jahren Adobe habe ich die Nase voll von Upgrades, die zuletzt fast schon jährlich kamen und kaum Neuerungen brachten, aber trotzdem saubere Stangen Geld kosteten. Das soll sich ja jetzt ändern bei Adobe: Man darf in Zukunft monatlich zahlen. Dafür bekommt dann zwar nicht mehr fast nix, sondern so gut wie gar nix (man beachte Photoshop CC) aber darf von sich behaupten in der Cloud zu sein – was immer das auch bringen mag.
    Lightroom gibt es noch zu kaufen. Klar! Anders als bei den anderen Produkten hat Lightroom doch noch Mitbewerber. Ich wünsche mir – und den Lightroom Usern – dass das so bleibt. Sonst geht es nämlich auch mit Lightroom ab in die Cloud. Und da gibt es dann gar kein raus mehr, will man nicht nach einer Kündigung des Abos den Zugriff auf seine Bibliotheken abschreiben können.
    Während also Adobe jährlich mit aufpolierten LR-Versionen Kasse macht, lässt sich Apple drei Jahre und mehr Zeit, um dem Kunden eine neue Kaufversion anzubieten. Und dazwischen? Da legt Apple auch schon einmal ein kleines Update (3.4) ein, mit einer komplett neuen RAW-Entwicklungs-Engine und endlich brauchbarer Geschwindigkeit. Bei Adobe finden vergleichbare Neuerungen immer Niederschlag in einer Versionsnummer vor dem Komma und einer entsprechenden Rechnung – nur ohne den Speedzuwachs, was man so hört.

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