Fotografie: News & Tips

Lightroom Workflow

Ihr kennt das sicher auch:

Die Bilder vom Shooting oder vom Urlaub sind im Kasten. Und nach Lightroom übertragen. 80% will man selber nicht mehr sehen und den Rest  vom berühmten „Snapshot“ zum „Great Shot“ nachbearbeiten.

Das ganze soll dann möglichst nicht so lange dauern wie der Urlaub selbst 🙂

Ich habe ziemlich lange gebraucht um die Zeit im Lightroom zu optimieren und bin noch nicht ganz am Ende angekommen. Ich habe dabei gelernt, dass es wichtig ist, einen sich wiederholenden Workflow zu entwickeln, mit dem man selbst gut leben kann und denn man dann strikt durchzieht. Immer und immer wieder. Wenn man das nicht macht, verschwendet man zu viel Zeit mit der Bearbeitung von nicht so tollen Bildern, weil man sie doch noch retten kann oder will und lässt die wirklichen Schätzchen unbeachtet in der Lightroom-Bibliothek vergammeln, weil für sie die Zeit nicht mehr da ist.

Wenn es Euch auch so geht, dann habe ich zwei Tips. Und keine Angst, die Zeit um Euch die beiden Tutorials reinzuziehen, holt Ihr extrem schnell wieder raus!

  • 1 Hour 1000 Pics – Supercharge your Lightroom Workflow
    Das kling englisch, ist es auch, aber geschrieben von Chris Marquardt und damit super kompliziertes Englisch. Es ist ein ebook mit Audio-Datei, falls man sich das mal so nebenbei beim spazierengehen oder am Baggersee anhören möchte. Chris kennt der eine oder andere sicher vom „Happy Shooting“ Podcast.
    Worum geht es? Chris erklärt sehr eindrucksvoll, wie er innerhalb einer Stunde aus einer Sammlung mit 1000 Bilder diejenigen herausfiltert, die es einem wert sind, dass man sie nachbearbeitet und auch zeigt.
    Das ganze kostet gerade mal 12 USD und wer sich das erst einmal überlegen will, kann sich sowohl vom ebook, also auch von der Audio-Datei einen Auszug laden.
    Ich kann nur sagen: Das funktioniert prima, wenn man etwas Selbstdisziplin übt und nicht am ersten „schönen“ Bild hängen bleibt und mit der Bearbeitung beginnt.

Damit kann man also den zumindest für mich eher mühevolle und nervigen Prozess der Auswahl von Lieblingsbildern optimieren.
Dann die Nachbearbeitung und damit der nächste Tipp:

  • Mit 75 EUR etwas teurer aber genauso empfehlenswert ist das neue Video-Tutorial von Martin Krolop: „Martins Retusche Workflowmartin
    Martin erklärt hier sehr ausführlich und anhand einiger Bilder mit etwas schwierigeren Lichtsituationen, die aber durchaus realitätsnah sind, wie er sie möglichst effektiv in Lightroom und Photoshop optimiert. Er will dabei keine Lightroom oder Photoshop Retuscheexperten ausbilden, sondern zeigen, wie man möglichst schnell zum Ergebnis kommt und was man so alles nachbereiten sollte.
    Es geht wirklich darum, was man machen sollte und nicht um das was man alles machen könnte.
    Das Tutorial ist dabei alles andere als oberflächlich und ich habe sehr viel daraus mitgenommen. Und das, obwohl ich schon seit Jahren Lightroom und (wenn es sein muss auch) Photoshop benutze.
    Das ghet natürlich mit den Belichtungseinstellungen, Farbwerten, und lokalen Korrekturen los, aber beinhaltet auch Hautkorrekturen und das Optimieren mit dem Verflüssigungsfilter.
    Und Martin zeigt nicht nur wie er etwas macht, sondern erklärt dazu auch die Hintergründe. Alleine die Hintergrundinfos sind schon das ganze Tutorial wert und hatten mich mehrmals das Video anhalten und nachdenken lassen.
    Nur eins mache ich ganz anders als Martin: Ich gebe zuerst meiner Auswahl an Bildern einen einheitlichen Look (meistens mit einem Preset, das ich an die jeweilige Situation anpasse) und mache danach lokale Anpassungen. Martin fängt mit den lokalen Anpassungen an. Er hat aber auch keine Serie von Bildern aus einem Shooting, sondern 10 komplett unterschiedliche Bilder. Da würde ich es eventuell auch so machen.
    Warum ich bei einer Serie die globalen Einstellungen zuerst anwende? Weil ich danach feintunen möchte und nicht mein Feintuning durch ein Preset am Ende wieder zerstören möchte.
    Für mich so ziemlich das beste Tutorial seid langem!

 

 

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