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Meine Top-10: Objektive für die Systemkameras von Sony

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Ich bin ja ein großer Fan von den Systemkameras von  Sony und weil das mittlerweile jeder, der mich kennt, weiß, werde ich immer wieder gefragt, was ich denn an Objektiven für die Sony NEX, A5000, A6000, A6300 oder was es noch so von Sony mit APS-C Sensoren gibt, empfehlen würde.

Jetzt habe ich mich mal entschieden eine Objektivübersicht   zusammenzustellen. Es geht mir weniger darum, welche Objektive besonders gute Abbildungsleistungen haben (Schärfe, Verzerrung, chromatische Aberrationen): richtig schlecht sind sie nämlich alle nicht, wer aber mit offener Blende arbeiten will, muß vor allem am Bildrand aber oft deutliche Abstriche machen. Deutlich heißt dabei für mich: sichtbar aber nicht störend. Man kann das auch anders sehen. Mir geht es darum, die richtige Linse zu haben um mit der Kamera ein Möglichst spannendes Bild einfangen zu können.

Ich fange mal mit Festbrennweiten an, gute Bildqualität bei überschaubaren Preisen, dafür muß man öfter das Objektiv wechseln. Sie machen trotzdem oft viel mehr Spaß als ein Zoom-Objektiv.

Die Reihenfolge stellt keine Wertung dar und letztendlich geht es immer darum den Kompromiss zu finden, mit dem man am besten leben kann. Viel Glück dabei!

Die Klassiker mit ohne Zoom

  • Sigma 60mm f2,8 – die lange Portraitbrennweite
    Umgerechnet 90mm und damit ein Klassiker für Portraits. Mit f/2,8 nicht extrem lichtstark aber immer noch besser als eigentlich alle Zooms für  die Sony APS-C Kameras. Und mit 165 EUR ein Schnäppchen
  • Sony SEL50F18 – Das klassische Portrait-Objektiv
    50mm wirken an APS-C Kameras wie ein 75mm Objektiv an Kameras mit Vollformat-Sensor. Also ein leichter Telebereich, offene Blende, mit 269 EUR relativ günstig.
  • Sigma 30mm F1,4 DC  – Mein Lieblings-Portrait-Objektiv
    Da muss man schon näher ran gehen, das Objektiv hat einen Bildwinkel wie früher das klassische 50mm Objektiv an der Kamera mit Film. Die größte Blende von f/1.4 ist natürlich ein Garant für freigestellten Vordergrund und unscharfer Hintergrund. Kann man auch noch für Gruppenbilder nehmen, dann aber auf mindestens f/5.6 abblenden, sonst ist nur einer aus der Gruppe scharf. Kostet einen Hunni mehr als das SEL50F18, ob’s das wert ist, kann ich nicht sagen, beide Objektive sind toll für Portraits, aber man braucht eigentlich nur eins und muss sich so entscheiden, ob man eher lieber den Tele- oder den Normalbrennweitenbereich mag. Das Objektiv bremst den superschnellen Autofokus der A6000 (und sicher auch den noch schnelleren der A6300) aber aus, weil der Fokus-Motor eher behäbig arbeitet, also für Motosportfotografie ist es nicht gemacht.
  • Sony SEL35F18 – wenn man kein Sigma Objektiv mag …
    Das 35mm Objektiv von Sony kostet so viel wie das Sigma 30mm F1,4, ist eine Blende lichtschwächer und hat im Prinzip den gleichen Bildwinkel. (umgerechnet 52,5mm zu 45mm beim Sigma)
  • Sony SEL24F18Z – das Reportage-Objektiv, wenig aufregend und doch mein heimlicher Liebling
    Das Objektiv hat mit den „gefühlten“ eine eher lanweilige Brennweite, mit f/1.8 eine ganz ordentliche Offenblende, die einen jetzt aber auch nicht wirklich umhaut, aber trotzdem könnte es das Objektiv sein, das ich wählen würde wenn ich ein A6000 mit nur einem Objektiv aussuchen müsste. Es ist extrem scharf, mit 35mm ein klassische Reportage-Objektiv, gut geeignet für Street-Fotografie, kann auch Landschaften, Architektur und auch mal ein Portrait. Man muss halt wissen, was man damit macht und seinen Kopf etwas mehr anstrengen um ein gutes Bild zu komponieren. Wenn man das kann, hat man mit dem Glas von Zeiss ein perfektes Werkzeug. Günstig ist es nicht, es kostet mehr als das 12-fache des NW-E-28 von Neewer.
  • Sigma 19mm f2,8 DN – Weitwinkel und sonst nix
    Umgerechnet 28mm, also ein schwaches Weitwinkel, gut für Landschaften, Gruppenbilder und Indoor-Aufnahmen mit wenig Licht und ohne Blitz. Mit 170 EUR auch noch sehr günstig

Objektive mit Zoom

Da hat Sony mittlerweile auch ganz interessante Linsen im Angebot:

  • Sony SEL1018 – Das Weitwinkel-Zoom
    Mit seiner Brennweite von 10-18mm reicht es vom extremen zum schwachen Weitwinkel, sein Einsatzgebiet ist damit schon sehr beschränkt. Sehr extreme Perspektiven sind damit möglich, die muß man aber auch mögen. Und ich tue das.
    Darum ist es oft auf der A6000 und es macht viel Spaß. Es kommt mit f/4 und Bild-Stabi: Man braucht also eigentlich nur mitten in der Nacht ein Stativ, ansonsten kann man damit Landschaften und Architekturaufnahmen machen. Immer und und aus der Hand.
  • Sony SEL55210 – Das Tele-Zoom
    55-210mm (umgerechnet wieder ca. 80-300mm) Damit bekommt man auch an ganz wilde Tiere nah ran. Es sollte aber nicht zu dunkel sein, die maximale Blende liegt bei  f/4,5-6,3 und wenn sich das Objekt bewegt, hilft auch der eingebaute Bildstabi nichts. Es ist dafür auch nicht sonderlich groß und auch verhältnismäßig günstig. Für Tele-Fans eine eindeutige Empfehlung, ich habe es aber selten drauf. Portraits und Makro gehen mit Tricks und Übung auch sehr gut damit.
  • Sony SEL1670Z – Das Zoom für immer und unterwegs
    16-70 mm (am Vollformat gefühlte 24-105mm), maximale Blende von f/4, das Glas kommt von Zeiss … Was soll ich sagen?
    Wenn man nur ein Objektiv an die Kamera schrauben und trotzdem vom Weitwinkel bis zum Tele alles an Bord haben möchte, dann sollte man schwer überlegen, ob man sich das hier leiste möchte. Ich habe es nicht, aber das vergleichbare 24-70 von Zeiss an der A7 und bin auch damit sehr zufrieden. Für Wanderungen, Rucksackreisen oder ähnliches sind die A6000 oder A6300 mit diesem Objektiv sicher eine tolle Sache und man vermisst so gut wie nie (wirklich) irgendein anderes Objektiv.

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