Dongzhi 동지

Gestern war der 22. Dezember und damit die längste Nacht im Jahr. Hier in Korea ist das ein besonderer Tag, sie nennen ihn Dongzhi und  die Familien kommen zusammen zum Patjuk  (팥죽) Essen. Patjuk ist eine süsse Nudelsuppe aus roten Bohnen. Die Geschichte, die dahinter steckt, finde ich ganz interessant.
Gong Gong hatte einen bösen Sohn. Sein Namen wird besser nicht in den Mund genommen. Und als Gong Gongs Sohn starb wurde er der Gott der Seuchen. Einmal tot, war er wirklich schlecht drauf und wollte möglichst viel mit sich nehmen und hat sie mit schlimmen Krankheiten angesteckt. Die Leute überlegten, wie sie sich vor Gong Gongs Sohn schützen konnten und dabei fiel ihnen ein, dass er die rote Bohnesuppe absolut nicht mochte. Also kochten sie die Suppe und verteilten Schüsseln damit im ganzen Haus. Die Seuchen verschwanden tatsächlich und so wurde Patjuk die Suppe, die alle Geister vertreibt.
Am Dongzhi ist die Gefahr vor Geistern besonders groß, weil die Nacht ja so lange ist. Also isst man in Korea traditionell Patjuk um sich auf diese schlimme Nacht vorzubereiten. Ausserdem ist sie auch noch rot, eine Farbe, auf die Drachen nicht wirklich stehen und so kann man sich gleichzeitig noch vor Drachen schützen.
Das ganze hatte ich beim Mittagessen in der Kantine erfahren, wo es  – natürlich – Patjuk gab. Und ein Photo davon musste ich auch machen :-)

Ich liebe mein 35mm Objektiv

Jared Polin hat das 35mm Objektiv für Portraits empfohlen (ich hatte dazu schon geschrieben), aber es ist auch ein ideales Objektiv für Stilleben und Food-Fotographie. Zum Einen weil es lichtstark ist (die Bilder hier sind alle aus der Hand und ohne Blitz geschossen) und weil es bei Blende 1.8 einen schön geringen Schärfebereich hat. Auch der Mindestabstand passt. Ach ja, mit 180EUR stimmt dann auch der Preis. Das 35mm ist mittlerweile deutlich öfter an der D90 als das 16-85mm Objektiv, das ich mir eigentlich als “Immer-Drauf” zugelegt hatte.

Wir waren bei unserem Trip nach Hong Kong gleich mehrmals im “Nanhai No.1″  und  haben nicht nur das Essen genossen sondern auch fotografiert :- ) Das Nanhai hat ein Michelin Stern und das verdienter Maßen, wie ich finde. Das schöne in Hong Kong: Dort bleiben auch Sterne-Restaurants bezahlbar.

Allerdings gab es in den unzähligen Straßenrestaurants auch ziemlich leckeres essen. Hong Kong ist definitiv kein Ort zum Abnehmen.

iPhone/iPad User, können die DiaShow unten leider nicht sehen, hier der Link zu den Bildern: Abum Hong Kong Food auf Ipernity. Allen anderen empfehle ich den Knopf für den Fullscreen Mode unten.

Vorfreude

Bald ist es soweit:  Neujahr! Das Jahr des Tigers wird vom Hasen abgelöst. In Hong Kong wird er mit einer dreitägigen Feier begrüßt. Dafür kann man ruhig auch mal 12 Stunden in der Sardinenbüchse sitzen, oder? Bevor Ihr mich für einen Krösus haltet: Gebucht hatten wir das schon im August, entsprechend günstig war der Flug. Frühbuchen hat nebenbei noch einen Vorteil: Die Vorfreude dauert deutlich länger als bei Last-Minute Buchungen und das Freude/Preis Verhältnis wird umso besser :- )  

Ich freue mich jedenfalls wie ein Schneekönig. War schon mal jemand da und kann Tips für gute Spots geben? Ich habe 8 Tage Zeit, das wird für das eine oder andere Bild reichen, oder? Oder für eine Serie?

Apropos: Danke an Marko von bildwerk3. Dein Buch ist angekommen. Genau richtig für den Flug :-)

Tag 3 – In der Küche

DSC_3850_1DSC_4140DSC_4224 Indonesien, besonders Bali bietet eine fantastische Küche. Bami Goreng und Nasi Goreng, zwei Gerichte, die wie Heinz meinte, aus China kommen und eigentlich gar nicht indonesisch sind, gehören nicht dazu.

Im Bumbu Bali hatten wir die Gelegenheit ihm einen Vormittag lang beim Kochen zuzuschauen und viel über die indonesische Küche zu lernen.  Wenn wir selber gekocht hatten, dann mussten wir uns genau an die Rezepte halten, was irgendwie verständlich ist, im Restaurant soll es ja jeden Tag gleich schmecken und nicht auf die Tagesform des Koches ankommen. Wer das zu Hause kochen will, muss allerdings wieder improvisieren, die Zutaten sind hier einfach anders oder gar nicht zu bekommen, frische Muskatnüsse, drei verschieden Sorten Ingwer oder Tamarinde gibt es im EDEKA halt leider viel zu selten …

Und anschliessend haben wir dann, das was wir zubereitet hatten auch essen dürfen, das war ein kulinarischer Rausch!

Der Trick ist glaube ich, die Pasten, die beim Kochen gebraucht werden, rechtzeitig herzustellen, das kann auch ein paar Tage vor dem eigentlichen Kochen sein. Einfrieren geht auch.

Der Link zum Bumbu Bali, das ein Muss für alle Bali Reisenden sein sollte, zumindest für ein Abendessen: www.balifoods.com/

Und die Rezepte zum Nachkochen findet man hier: www.indo-chef.com. Besser ist eins der  Bücher von Heinz zu bestellen, empfehlen kann ich: Authentic Recipes from Indonesia.
Schade dass es so wenige indonesische Restaurants bei uns gibt, bleibt also nur selber Kochen, wenn man erst einmal Blut geleckt hat ….

Tag 2 – Tanjung Benoa

DSC_3209 (1)Denpasar ist einer der leider immer seltener werdenden Flughäfen, auf denen man noch richtig  aus den Maschinen auf das Rollfeld aussteigen kann. Das Bild zeigt die A320 der Batavia Air mit der wir aus Jakarta angekommen sind. Batavia war die einzige Low Cost Airline, bei der man ohne indonesische Kreditkarte online buchen konnte, glücklicherweise waren sie auch eine der wenigen Airlines die nicht noch mit alten Boeing 737-200 fliegen, die ja alle  über 20 Jahre alt sind.

DSC_3585 Im Süden von Bali liegt die Halbinsel Tanjung Benoa. Wir haben dort unseren ersten Tag zugebracht, nicht wirklich spektakulär, der Nordosten von Tanjung Benoa erinnert an Malle, weiter südlich liegt Nusa Dua, eine Ansammlung besserer Resorts. Dort haben wir auch das Bumbu Bali gefunden, gegeseen und uns spontan entschlossen, am nächsten Tag an einen Kochkurs bei dem Schweizer Heinz von Holzen im Bumbu Bali teilzunehmen.

Im Südosten von Tanjung Benoa liegt das Dorf  Uluwatu. Auf Bali leben überwiegend Hindus, Tempel sind daher so häufig anzutreffen, wir bei uns Kirchen. Der Tempel von Uluwatu liegt besonders malerisch an einer Klippe.

Das obere Bild ist mit dem Aperture Preset Sin City von Pavel Sigarteu entstanden, hier der Link.

Das untere Bild habe ich mit  Nik Silver Efex bearbeitet, als Film habe ich den Agfa APX 400 gewählt um eine Körnigkeit ins Bild zu bekommen und das Bild anschliessend mit einer Selentönung versehen.

Tag 1 – Zwischenstation

JakartaFrankfurt – Singapore – Jakarta. Abends angekommen. Nach Denpasar geht kein Flug mehr. Nach einer kurzen Nacht sollte es dann weiter gehen. Im Alila Hotel hatten wir das beste Frühstück während der gesamten Zeit in Indonesien und uns entschieden, die letzte Nacht vor dem Rückflug wieder hier abzusteigen.

Etwas Zeit für  Sightseeing haben wir uns aber doch genommen, schlafen können wir auch später auf Bali.  Und wir wurden angenehm überrascht. Jakarta hat nur etwas mehr als zwei Drittel der Fläche von Berlin, aber mit 8,6 Mio Einwohnern fast drei mal so viele wie Berlin.

Entsprechend hektisch haben wir uns die Stadt vorgestellt und mit einem totalen Verkehrschaos gerechnet. Zwar gibt es auch Strassen, auf denen sich Autos, LKWs und Bajajs (die roten Motor-Rikschas) in Dreierreihen auf zwei Spuren bedrängeln, Jakarta bietet aber auch mitten in der Stadt ziemlich ruhige Orte, an denen man spazieren gehen kann.

Wir haben dabei sogar eine Kathedrale entdeckt, das war so ziemlich das letzte, was wir vermutet haben. Sie wirkte allerdings wie eine Kapelle im Verhältnis zu auf der anderen Strassenseite stehenden Moschee. Auf der Suche nach einer “Altstadt” sind wir in ein Viertel gekommen, wo an beiden Seiten eines Kanals  holländische und Chinesen Kolonialbauten und Häuser im Art Déco Stil standen. Renoviert wurde in den letzten 50 Jahren allerdings kaum eines der Gebäude. Hier entstand auch das Bild.

Hati Hati

DSC_8954Morgen startet mein kleines Blog-Experiment.

Als Entschädigung für die Pause, die im März/April durch meine Indonesienreise entstanden ist, wird es nun für jeden  Tag, den ich auf Sumatra, Java und Bali zugebracht hatte, einen Artikel mit ein oder zwei Bilder und einen kurzen Bericht geben.

Viel Spaß dabei!

Wieder da!

KarteEs gab schon eine Weile keinen Blogeintrag mehr. Grund war, dass ich unangekündigt aber nicht ungeplant abgetaucht bin um Sumatra und Bali zu besuchen. Online Gehen war komplizierter als erwartet und so musste der Blog ruhen.

Ich werde dafür einen ausführlichen Reise-Photoblog nachreichen.

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