Nikon D7000 ist endlich da!

Die Gerüchte haben sich bewahrheitet und das lange Warten hat endlich ein Ende:

Die D7000 wurde nun wie vermutet kurz vor der Photokina offiziell vorgestellt. Auch bei den Daten keine Überraschungen gegenüber der Gerüchteküche: [Link: Nikon D7000 Seite].
Sie ist damit eher eine Weiterentwicklung der D90 mit Verbesserungen am Sensor, Bildprozessor, Autofokus und Gehäuse als eine völlig neue Kamera. Auch die Bedientasten sind nahezu unverändert geblieben, wer von der D90 auf die D7000 umsteigt, muss also nicht viel umlernen.

Gerade die Besitzer lichtstarker Objektive werden sich darüber freuen können, dass die kürzeste Belichtungszeit nun 1/8000 sein wird, bisher war bei 1/4000 Schluss. Auch bei der Empfindlichkeit geht es nun bis ISO 100 runter.
Schade, dass sie wirklich ohne Klappdisplay auskommen muss.

Auch im Vergleich zur Canon 60D Steht die D7000 gut da, lediglich bei Auflösung und dem Display hat die 60D eine Nasenlänge Vorsprung.

Zum Preis: Amazon Deutschland hat sie noch nicht gelistet, in den USA geht sie mit einem UVP von 1199$ an den Start. Zum Vergleich, die 60D wird bei 1099$ UVP im deutschen Amazon Store für  1112,99€ angeboten, die D7000 dürfte also am Anfang vergleichbar hoch oder sogar leicht darüber liegen. Die Differenz zur D90, die bei Amazon für 699€ zu haben ist, könnte  also zumindest am Anfang bei ca. 500 – 600 € liegen. Heftig!

Es wird doch eine D7000

Die Nachfolgerin der Nikon D90 soll nun doch D7000 heissen. D8000 und D95 waren ja auch im Gespräch, aber wen interessiert der Name, Hauptsache sie kommt. Dass sie noch vor der Photokina vorgestellt wird ist gar nicht so unwahrscheinlich. Nikonrumors berichtet jedenfalls von einem Interview mit Nikon, in dem das in Aussicht gestellt wird.

Letzte Woche war ja die D3100 dran. Für mich interessant war dabei der Liveview mit schnellem Autofokus. Die D7000  wird ihn dann auch und hoffentlich auch ein Schwenkdisplay bekommen. Nikonrumors berichtet im Moment nur von einem doppelten Kartenslot und einem Sucher, der wie bei der D300S 100% Bildabdeckung bietet, die D90 hat 96%.

Ist irgendwie wie Warten auf den Weihnachtsmann.

Update

Es könnte nun eine geplante Pressekonferenz am 15.9.2010 sein, bei der die D7000 vorgestellt wird.

: – )

Canon EOS 550D vs Nikon D90

Nikon_Canon_RFAuf der Homepage von colorfoto bin ich auf einen Artikel gestossen, in dem die EOS 550D beschrieben und mit der ja doch deutlich älteren D90 verglichen wird.

Das Fazit der Colorfoto bestätigt mich dann wieder darin, mich für die D90 entschieden zu haben: “In der Schlussrechnung steht bei Nikon ein Pünktchen mehr als bei Canon, und damit bekommen beide einen Kauftipp: Nikon für die Bildqualität bei hohen Empfindlichkeiten, Canon für die Videofunktion.”

Wer also Videos drehen will, ist mit der Canon besser bedient, zum Fotografieren nimmt man besser die Nikon ;- )

Hier zwei Links zu Vergleichen zwischen D90 und 550D:

Für mich spricht vor allem das Handling für die D90, es lassen sich wirklich sehr viele Parameter schnell über dedizierte Knöpfe und die zwei Räder einstellen. Trotzdem vermisse ich einen schnellen LiveView und ein klappbares Display, da war ich einfach von der Fuji 100FS zu sehr verwöhnt. Sollte die D7000 das bieten, wäre es ein Grund für einen Upgrade, wenn sie denn kommt … wenn eine Canon 60D, die ja auch heiss erwartet wird, das bietet, würde ich selbst einen Systemwechsel ins Auge fassen …

Umstieg auf DSLR

Blogexport

Der Umstieg auf eine DSLR war  lange beschlossene Sache und sollte vor dem ebenso lange geplanten Indonesien-Urlaub stattfinden. Da die D90 durch keine D7000 abgelöst wurde, hatte ich ich sie mir zugelegt und versprochen, einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Es werden wohl mehrere werden.

Im ersten Teil beschränke ich mich auf den Unterschied zu meinen Erfahrungen mit Bridge-Kameras (ich hatte eine Sony F828 und Fuji 100FS) und dabei auf die Unterschiede im Autofokus und der Schärfentiefe.
Der Umstieg von einer Bridge Kamera auf die D90 verlief deutlicher als erwartet. Mit meiner alten Sony oder der Fuji wäre ein Foto wie hier wohl nicht entstanden. Zum einen haben sie einen deutlich kleineren Sensor und damit eine viel größere Tiefenschärfe, bei der die nette Fotografin auch bei gleicher Entfernungseinstellung mit scharf geworden wäre und das Fokussieren auf die Strohhalme gar nicht aufgefallen wäre. Ausserdem hat sie keine dedizierten Sensoren zum scharf Stellen, sondern nutzt das Bild des Sensors und errechnet aus dem Kontrast die optimale Einstellung. Auf Wunsch auch mit Gesichtserkennung, die hier sicher geholfen hätte.

Bildschirmfoto 2010-04-30 um 19.52.14
Auf dem Screenshot hier ist ziemlich deutlich zu sehen, worauf die Kamera scharf gestellt hat: die Blätter im Vordergrund.

Das Anzeigen der aktiven Fokusfelder ist übrigends eins der neuen Feautures in Aperture 3, die ich ganz gerne mag.

Mit der D90 sind mir allerdings auch deutlich schönere Bilder gelungen. Für Hüftschüsse ist man mit der auf dem Bild mit abgebildeten Lumix LX-3  allerdings besser gerüstet.
Die D90 bietet ein Fülle an Autofokus Optionen, hätte ich die Richtige gewählt, oder eine der Richtigen (!), z.B.  Beschränkung auf den mittleren Fokuspunkt, würde die D90 das Gesicht im oberen Bild so scharf stellen, dass man jede einzelne Wimper erkennen könnte. Die Minze im Vordergrund wäre dann aber nur vom Mojito-Kenner zu als solche zu identifizieren. Die Fuji bietet wie die D90 die Möglichkeit, den Fokuspunkt im Bild zu verschieben, nutzen musste ich die Option allerdings bei der Fuji nicht, höchsten mal den Fokus-Lock.
Besonders, als ich im Urwald durch Bäume einen Orang-Utan mit seinem Kind fotografieren wollte, habe ich mir gewünscht, dass die Kamera besser merkt, welches Bilddetail ich scharf stellen möchte und dann auf manuellen Fokus umgestellt.
Wieder zurück in der Lodge habe ich mir dann das Handbuch geschnappt, den Teil zum Autofokus genauer durchgearbeitet und festgestellt, dass es keine optimale Einstellung gibt. Vielleicht hätte der Live-View mit zuschaltbarer Gesichtserkennung den Orang-Utan durch den Blätterwald gefunden, Live-View bedeutet dann auch Kontrast-Autofokus und der ist so lahm,  Schnappschüsse wären damit  auch nicht möglich gewesen.
Das Spiel mit der (Un-)Schärfe gefällt mir eigentlich sehr und war einer der Hauptgründe für den Umstieg auf eine DSLR. Dass Fokussieren damit aber auch anspruchsvoller wird, hatte ich verdrängt.
Auch die Geschwindigkeit der AF-Sensoren können überzeugen, auch wenn ich keine Verbesserung gegenüber der Fuji, die ja keine AF Sensoren, dafür aber einen relativ schnellen Kontrast-AF hat, feststellen konnte. Manuelles scharf Stellen geht nur bei ausreichend Licht, im Urwald ist das selbst tagsüber nicht immer gegeben. Schon in der Dämmerung bietet der Sucher nicht mehr genügend Details um sicher scharf zu stellen …. zumindest ohne Lesebrille …
Die D90 hat einen frei belegbaren Knopf neben dem Objektiv, ich habe die AF-Optionen darauf gelegt. Etwas verwirrend war für mich, dass es an der Oberseite und damit super platziert zwar eine AF-Taste gib, mit dieser kann mann allerdings nur zwischen Einzelautofokus (AF-S), kontinuierlichem Autofokus (AF-C) und Auto, bei der die D90 zwischen AF-S und AF-C wechseln kann, auswählen. Bei AF-S wird der Auslöser blockiert, bis scharf gestellt wurde, beim AF-C kann jederzeit ausgelöst werden, auch wenn keiner der AF-Sensoren fokussieren konnte, dafür wird bei beweglichen Objekten nachfokussiert.

Zusätzlich zur Entscheidung zwischen AF-A, AF-S und AF-C kann/muss man noch zwischen diesen Messmethoden wählen:

  • Einzelmessfeld
  • Dynamische Messfeldsteuerung – wenn sich das Objekt von einem Messfeld in ein angrenzendes Messfeld bewegt, wird dieses aktiviert
  • automatische Messfeldgruppierung mit Motiverkennung bei der mit G- und D- Objektiven (sie übertragen die eingestellte Entfernung an die Kamera) auch Gesichter erkannt und vom Hintergrund unterschieden werden sollen (das Bild zeigt, wie gut das funktioniert
  • 3D-Tracking, auch hier können sich die aktiven Messfelder ändern, während der Auslöser halb gedrückt ist, um zum Beispiel einen Kameraschwenk auszugleichen.

In der Einzelmessfeldsteuerung kann man mit den Cursortasten jedes der 11 Messfelder auswählen. Das hätte ich wissen müssen, bevor ich den Orang-Utans begegnet bin.
Ich habe diese Auswahl nun auf die vordere unbeschriftete Multifunktionstaste gelegt. Sie funktioniert aber nur in den manuellen Modi P,A,S und M. Bei den automatischen und Szene-Modi ist die Messmethode festgelegt, meistens ist es die automatische Messfeldgruppierung, auf die ich gar nicht stehe
Gut dass die D90 so viele Knöpfe hat, das alles über das Menü einzustellen würde keinen Spass machen. Apropos Menü: Hier lässt sich noch das AF Hilfslicht ein und ausschalten, es ist so hell, dass  ich es wirklich manchmal abschalte. Im Menü bekommt man die letzten Änderungen angezeigt, das wieder zu ändern geht also recht fix.

Fokussieren ist also nicht einfacher geworden. Mein Wunsch an die Macher der D7000 wäre daher:

  • Ein LiveView mit schnellem Kontrast-Autofokus, wie ihn die Micro-FourThirds Kameras bieten. (Dass Kontrast-AF allerdings spezielle Objektive benötigt, zeigt Olympus)
  • Ein schwenkbares Display mit Touchscreen zur Auswahl des Fokus-Punktes wie bei der G2 von Panasonic

Für ein erste Fazit reicht es wohl: Ich bin froh, dass ich die D90 und nicht die Fuji mit in den Urlaub genommen habe. Es sind zwar viel mehr Bilder als früher falsch fokussiert, aber auch viele wirklich knackige Bilder mit der D90 gelungen. Fotografieren ist aufwändiger aber auch spannender geworden.

Auch fällt mir keine DSLR (in derPreisklasse der D90) ein, die ich lieber mitgenommen hätte, wobei ich glaube, dass Sony und Olympus ernsthafte Konkurrenten hätten. Die Olympus E620 ist vor allem aus der engeren Auswahl gefallen, weil Apple ihr RawFormat nicht unterstützte, das ist seid dem letzten Raw-Update auch mit dabei.
Als nächstes wird ein Artikel folgen, in dem ich beschreibe, was ich an der D90 mag und was nicht.

Links:

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