Circlehack. Und google+ hinterläßt doch Spuren

Kaum hat Google seine circles als Teil von google+ vorgestellt, kommt schon ein Me-Too aus der Facebook-Fraktion. Circlehack soll die Facebook-Listen, mit denen sich Freunde in Gruppen verwalten lassen so einfach handbar wie die  Google+ circles machen. Zum ersten Mal finde ich es schade, keine Freunde auf fb zu haben …

Hatte ich heute morgen schon vermutet, dass das UI von Google+ auch ausserhalb von Google in der Social-Network-Welt Spuren hinterlassen wird, fühle ich mich jetzt doch ziemlich bestätigt.

Das ist allerdings noch nicht die offizielle antwort von Facebook, sondern ein Plug-In. Immerhin.

Die Plug-Ins oder besser ihre riesige Anzahl sind sicher auch eins der Asstes von fb, aber google+ will auch hier nachziehen.

Wird jetzt richtig spannend das ganze Soschl-Miedia-Gedöhns!

Social-Networks aufgemischt

Was den ganzen Social-Kram angeht, bin ich eher konservativ oder sagen wir mal passiv. Relativ, jedenfalls.

Meine beruflichen Kontakte habe ich in Xing und LinkedIn, wobei ich mich hier eher auf das Bestätigen von Anfragen beschränke und auch das nur, wenn ich den Anfragenden aus dem Real-Live kenne.

Spontane Gedanken landen manchmal auf Twitter, manches auch auf diesem Blog.

Facebook habe ich keinen einzigen “Freund” und finde das gut so. Ich hatte mal zwei, die habe ich aber letztes Jahr verloren, weil ich meinen Facebook account am Quit-Facebook-Day gelöscht hatte. Aus sozialem Druck heraus (es gab mal einen Foto-Walk, zu dem man sich ausschliesslich per Facebook anmelden konnte) habe ich wieder einen angelegt. Nutzen tue ich ihn nicht. Facebook Fans sind meiner Meing nach nur gut für Prols, die ihre Fans in Hamburger tauschen wollen oder Leute die gewerblich im Netz unterwegs sind.

Bilder landen manchmal in der FotoCommunity oder auf ipernity, flicker oder bei 500px. Ipernity ist eigentlich die Site, auf der ich am häufigsten unterwegs bin, es ist irgendwie ein sympathischer flickr-Clone, bei dem ich private (Urlaubs-) Bilder nur für Freunde und die Familie freigegeben habe, alles andere ist öffentlich und hier bekomme ich auch die meisten Anmerkungen zu meinen Bildern. Das ist es ja, was sich ein Fotograf wünscht. Ich schwanke allerdings oft zwischen den Foto-Sites, je nach aktueller Laune bin mal hier, mal dort aktiver.

Ziemlich viele Sites also. Das könnte sich mit google+ nun ändern. Die Freundeskreise (und das werden die googl+ circles wohl darstellen) aus Xing, Linkedin, Facebook, ipernity Kreise könnten alle in google+ wandern. Nicht heute, aber im Laufe der nächsten Monate. Bin mal gespannt.

Den ersten Run auf google+ Einladungen habe ich leider verpasst, daher ist das erst einmal ein Artikel zu google+ voller Hoffnungen und ohne Erfahrungen. Auf dass es sich bald ändert. Diejenigen, die schon drin sind, sind entweder begesitert oder abgetörnt. Letztere eher, weil es mit google+ nicht so leicht wie bei facebook und twitter ist, seinen Content zu spammen. Ich finde das gar nicht so schlecht :-)

Ich gehöre auch zu jenen, die Google ihr Motto “don’t be evil” noch abnehmen und denke, hier wird facebook noch einiges lernen. Und so denke ich, dass google nicht nur mit schwimmt auf der Social-Network Welle sondern das ganze Gedöhns verändern wird. Es ird leichter seine Informationen nur mit denjenigen zu teilen, mit denen man das auch will. Und es wird benutzerfreundlicher und gefälliger. Mit google+ sollen wir uns im Netz so verhalten können, wie wir es im Real-Life auch tun. Damit das auch klappt, wurde das UI von Andy Hetzfeld, der schon bei Apple an den Macs mitentwicklet hat, so entworfen, dass es ohne Informatik-Studiun zu nutzen ist.
Das Video läßt die Vorfreude nur gößer werden:

Facebook again

spiegel_bGestern kam auf Spiegel online ein Artikel [Link], in dem darüber berichtet wird, wie die Facebook App Kontaktdaten aus dem iPhone Adressbuch lädt. Ok, nur wenn du zustimmst.

Aber wer würde zustimmen, wenn er wüsste, dass Facebook diese Kontaktdaten nicht löscht, du kannst es nicht veranlassen, dein Kontakt auch nicht. Das beschränkt sich im Übrigen auch nicht auf das iPhone Adressbuch sondern, auf jedes, mit dem du Facebook sich “synchronisieren” lässt.

So bin ich übrigens auch zu Facebook gekommen: Ich hatte plötzlich zwei Mails von Facebook, in der mir nahegelegt wird, mich bei Facebook anzumelden um Bilder von zwei Bekannten, die schon bei Facbook sind, sehen zu können.

Ich hatte mich nur kurz gewundert, warum Facebook mir diese zwei Mails gleichzeitig von zwei Personen, die sich nicht kennen und auf unterschiedlichen Kontinenten leben, schickt und dann hat aber doch die Neugierde gesiegt.

Nach diesem Artikel und weil ja für Gestern sowieso von Datenrechtlern in Kanada der “Quit Facebook Day” ausgerufen wurde, dachte ich:

Guter Grund und beste Gelegenheit um mich endlich bei Facebook  abzumelden!

Ich wollte davon gestern schon berichten, aber der Abmeldevorgang hat mich so geschafft, dass ich erst heute dazu komme, abmelden geht aber sicherlich nicht nur am “Quit Facebook Day”.

Facebook Account löschen – Erster Versuch

  • Bei Facebook angemeldet, ins Profil gesprungen, dort Account Deaktivieren ausgewählt.
  • Facebook zeigt dann Fotos meiner Kontakte und behauptet, meine Freunde werden mich vermissen und können nicht mehr mit mir in Kontakt treten. So ein Quatsch!
  • Dann werde ich nach meinen Gründen gefragt. “GEHT DICH NIX AN!” war nicht dabei, also gebe ich Sorge um meine Privatsphäre an, woraufhin Facebook sagt, das liesse sich doch alles einstellen.
  • Facebook fragt noch mal nach Passwort und einem Captcha und dann kommt das Fenster, in dem steht, dass meine Account deaktiviert sei. Gut! Doch ich könne mich jederzeit wieder mit meinen alten Login Daten anmelden und den Account reaktivieren. So habe ich mir Löschen nicht vorgestellt!

facebookdeaktiviert

Facebook Account löschen – Zweiter Versuch

googlesearchAlso habe ich Google bemüht um nach eine Anleitung zu suchen, wie man seinen Facebook Account richtig löscht.

Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass einer der ersten Vorschläge bei der Eingabe von delete “delete facebook account” sei.

Es stimmt und ich weiss jetzt auch, warum das so ist.

Das Suchergebnis beschränkte sich fast vollständig auf Artkel zum “Quit Facebook Day”. Irgendwann habe ich dann aber doch in einem Forum einen Bericht mit Link zum wirklichen Löschen des Accounts gefunden:

http://www.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account [Link]

Hier wird nicht nach Gründen gefragt und auch nicht noch mal davor gewarnt, dass man ja vermisst werden könnte. Der Account wird auch nicht gleich gelöscht, sondern ein Löschen innerhalb von 14 Tagen in Aussciht gestellt, bis dahin könne ich es mir noch einmal überlegen. Was bleibt mir anderes übrig als das zu glauben. Ok, ich glaube es nicht wirklich, die Daten liegen in den USA könnten noch einen Wert haben, der die Speicherkosten übersteigt …. Anyway: ich habe es bis zur Seite geschafft, auf der das Löschen versprochen wird.

IMG_0034

Facebook: Das gefällt mir nicht!

facebook gefällt mir nicht

Facebook fand ich schon immer ziemlich nervig, dachte mir aber, dass ich da ja nicht mitmachen muss und habe es für eine geglaubt, der Wirkungskreis von Facebook beschränkt sich auf die Mitglieder von Facebook und deren Seiten. In letzter Zeit tauchten dann auch auf blogs “Das gefällt mir” Knöpfe auf. Muss ich ja nicht drücken, dachte ich.

Durch einen Artikel in der aktuellen c’t (11/2010) bin ich nun darauf aufmerksam geworden, dass durch die Art der Implementierung dieser Knöpfe als iFrame Facebook schon mit dem Sammeln von Informationen loslegen kann, wenn eine Seite mit solch einem Knopf auch nur aufgerufen wird, weil der Inhalt der iFrames ja von den Facebook Servern kommen. Muss wohl nicht weiter erwähnt werden, dass auch Cookie Daten an Facebook übertragen werden.

Es reicht also leider nicht, das ganze “Gefällt mir” Gedöns zu ignorieren. Ich habe getan was ich schon lange hätte tun sollen:

  • Das Adblock Add-On für Firebox installiert
  • ABP-> Einstellungen geöfnet
  • “Filter hinzufügen” ausgewählt
  • Im Textfeld die Adresse  http://www.facebook.com/plugins/like.php eingetragen
  • und OK geklickt.

Damit werde ich dann wohl leider facebook nicht mehr mitteilen können, was ich mag.

Matt McKeon hat hier [Link] recht anschaulich gezeigt, in welchem Umfang von Facebook gespeicherte Informationen und ihre Verbreitung über die letzten Jahre hinweg zugenommen haben.

Google wird ja wegen seine Sammelwut ja häufig kritisiert. Im Gegensatz zu Google verspricht Facebook nicht einmal, die gesammelten Daten nicht mit anderen Diensten zu verknüpfen oder sie nicht weiterzugeben. In der Zwischenzeit werden zumindest in den USA die Seiten von facebook.com häufiger als die von google.com aufgerufen. Da passt dann auch dass Microsofts docs.com mit Facebook kooperiert …

Ich werde meinen Facebook account nicht löschen, aber mit Informationen, die ich dort freiwillig hinterlasse, äusserst sparsam sein.

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