NEX 50mm f1.4

2011 hätte das Jahr der NEX sein können, es wurde leider das Jahr der Flutkatastrophen. In den Foren beschweren sich immer mehr Leute über die Nichtverfügbarkeit von längst angekündigten Objektiven für die NEX.

Ich hatte ja glücklicherweise ein 55-210 ergattert aber ein richtig schönes Protraitobjektiv fehlt.

Das NEX 50mm f1.8 ist auch eins der nicht verfügbaren Objektive aber was soll’s, im Schank stand noch eine alte Minolta X700 mit 50mm f1.4. Für 40 EUR gibt’s Adapter und am nächsten Wochenende poste ich Bilder und einen Testbericht. Versprochen.

FUJIFILM stellt die X-Pro1 vor (und ich bin begeistert)

Bisher habe ich ja immer in richtung NEX System von Sony geschielt, weil es das spiegellose System mit dem größten Sensor ist. Gut, Samsung kann bei der Sensorgröße auch mit halten, das System haut mich aber nicht wirklich um.

Die Fuji X-Pro1 sieht da ganz anders aus. Das für eine Spiegellose doch etwas klobige Gehäuse fällt ja sofort auf. Aber klobig heisst hier nicht unhandlich sondern ganz im Gegenteil, sie wird sich sicher prima in der Hand liegen. Besonders gut in meiner großen rechten Pranke :- ) Und mit Objektiven fällt der Größenunterschied auch etwas geringer aus.

Und die ersten drei Objektive, die mit der X-Pro1 an den Start gehen sollen, sind auch keine 18-55, 55-200 und 18-200 Gummizooms sondern drei lichtstarke Festbrennweiten! Fuji verspricht nahezu kreisrunde Blendenöffnungen und ein schönes Bokeh :- ) Das höre ich doch gerne!

Großer Sensor, große Blenden und ein Bedienkonzept das mich überzeugt: Blendenring am Objektiv, Zeiteinstellrad an der Kameraoberseite: das kannte ich schon von meiner alten Nikon FE.
Intelligente Automatiken mit Unterwasser-, Flugzeug-, Party- oder Nachtprotrait-Modus fehlen dafür, ich würde sie nicht vermissen.
Auch ein neuer Sensor mit einem Farbfilter, der statt dem Bayer-Muster ein unregelmäßigeres Muster verwendet soll für bessere Bildqualität sorgen. Dafür erfordert es mehr Rechenleistung und die ersten Testmuster sollen noch etwas langsam sein.

Die Aussagen zum Preis sind auch nicht wirklich eindeutig. Es wird von 1200 EUR für Kamera mit 35mm Objektiv gesprochen, dann würde ich es sofort bestellen, andererseits habe ich auch etwas von 1800 US$ nur für das Gehäuse gelesen, dann wird es zumindest für mich wieder grenzwertig.
Die X-Pro1 lehnt sich weniger an die Sony NEX-7 oder Panaonic GX1 sondern eher an eine Leica M9 an, ich hoffe, das gilt nicht für das Preissschild.

Ach ja, die X-Pro1 hat einen Hybridsucher aber kein Klappdisplay. Umgekehrt wäre es mir lieber gewesen. Ok, es wird Leute geben, die mich dafür steinigen würden, egal. Der Hybridsucher ist schon tolle Technik, aber damit kan man halt nicht aus dem Bauch schiessen oder einen relaxten Kameraschwenk beim Filmen hinlegen.

Die Kamera soll im März verfügbar sein. Hier ein Link zur Presseerklärung von FujiFilm zur X-Pro1. Auch dpreview hat schon einen lesenswerten Artikel veröffentlicht.

Und ein Preview von den Fuji Guys in zwei Teilen, sie machen wirklich Lust auf diese Kamera ….


SEL55210 – Erste Erfahrungen mit Sonys neuem Glas für die NEX

Im Oktober gabs in Berlin ein Alpha-Festival. Schön wars. Und nächstes Jahr findet wieder eins statt.

Schöner Nebeneffekt: Wir konnten die neuen Nex-7 und A77 und die neuen Sony-Gläser ausprobieren und vorbestellen. Mittlerweile haben wir jetzt ein SEL-55210 direkt aus dem Sony Style Store bekommen, obwohl es sonst noch nicht auf dem Markt ist. Ich wollte ja eigentlich das 50mm f 1.8, aber 300 EUR sind dann doch etwas happig, auch wenn es einen Bildstabilisator eingebaut hat.

Das 55-210 hatten wir auch schon auf dem Festival ausprobieren können, damit kann man auch schöne Portraits machen, das Bokeh gefällt und bei 210 mm läßt sich das Motiv ordentlich vom Hintergrund freistellen. Verarbeitet ist es auch gut (aussen Aluminium aber innen dann doch Plastik, das beim Zoomen ausfährt) und auch wenn es es deutlich größer als die Kamera ist, kann man es (fast) immer dabei haben.

Billiger als das 50mm ist es allerdings auch nicht. Das SEL55210 läßt sich aber vielseitiger einsetzen, der Spassfaktor ist wirklich groß und die Ergebnisse sind hervorragend. Ich habe die Bilder in RAW geschossen um Korrekturen innerhalb der Kamera zu umgehen und finde die Aberrationen, Verzeichnung und Vignettierung absolut im Rahmen, echte Messbilder habe ich keine gemacht, aber bei den Real-Live Aufnehmen konnte ich nichts Störendes erkennen. Bei Meßbildern wird sicher vor allem eine Vignettierung feststellbar sein, aber was soll’s ich rechne die bei jedem zweiten Bild in Lighroom eh in die Bilder rein :-)
Der Bildstabilisator funktioniert auch gut, eine “Beruhigung”, die eine um drei Blendenstufen längere Belichtung ermöglicht, kann ich bestätigen. Bilder bei 210mm mit 1/30 aufzunehmen erfordert eine ruhige Hand, aber dabei kommen komplett scharfe Bilder heraus. Das ist schon der Hammer!

Das Objektiv ist nicht schwer, es wirkt wertig, ist allerdings ziemlich lang (bei 55mm) und kann vor allem mit Sonnenblende auf eine wirklich furchteinflößende Länge ausgefahren werden.

Aber es macht sehr viel Spaß und läßt mich ernsthaft überlegen, ob ich mir nicht doch eine Nex-7 zulegen soll – dann mit einer Leica Linse? Das NEX System finde ich jedenfalls immer überzeugender.

Testbilder habe ich jetzt in ein Set auf flickr gestellt, hier eine kleine Auswahl. Für Streetphotography eignet es sich wirklich gut und auch das Klappdisplay an der Nex hilft, wenn man unbemerkt fotografieren will.

SEL 55210 sample 8SEL 55210 sample 3
SEL 55210 sample 2

Kleiner Tip zum Freistellen bei Portraits: Die Blende aufreissen (soweit man bei f6.3 davon sprechen kann) und dann darauf achten, dass der Abstand zwischen Kamera und Modell kleiner ist als der zwischen Modell und Hintergrund. Bei zu dichtem Hintergrung verschwimmt er leider auch bei 210mm bei eine Blende von 6.3 nicht stark genug.

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